Kühlungsborn – ein Urlaub mit Merkwürdigkeiten

Dieses Jahr haben wir Urlaub an der Ostseeküste gemacht, in Kühlungsborn. Sonst fliegen wir eher in den Süden ans Mittelmeer (Spanien, Türkei, Griechenland,…)

Unsere Ferienwohnung lag direkt am Konzertgarten West, mit schönem Meerblick und es war nur ein Katzensprung bis an den Strand. Die Kurtaxe beträgt pro Tag pro Erwachsenem 2 Euro. Ein Strandkorb kostet (im Juli) 7 bis 9 Euro am Tag, wenn man einen Woche bucht, bekommt man einen Tag „gratis“.

Positiv aufgefallen ist uns:

– Es gibt eine Kugel Eis ab 40 Cent (Eiscafe Royal, Ostseeallee 41)

– Als wir dort waren, war ein Jahrmarkt vor dem Kaffee Röntgen aufgebaut, mit Riesenrad, Karussel und allem Pipapo. Für die Kinder ein Traum. Dieser Jahrmarkt ist aber nicht immer da.

– Die Einheimischen sind sehr nett, mit einigen Ausnahmen, aber Trottel gibt es natürlich überall.

– Die Touristen sind im Sommer doch eher Familien als Rentner, die Kinder finden gut Kontakt.

– die Dampfbahn Molli ist ein schönes Ausflugsziel und ist im Gegensatz zum Bäderexpress ein echtes Schnäppchen

– die Pizzeria unter den Kolonnaden

Negativ aufgefallen ist uns (die Liste ist leider länger…)

– Eine chaotische Verkehrführung, es ist sehr unklar, wo Fahrräder fahren dürfen und wo nicht. Man muss ständig auf der Hut sein nicht mit einem Radfahrer zu kollidieren. Es gibt keine Zebrastreifen oder Symbole auf dem Boden wer nun wo sich bewegen darf.  Ist auch ein grosses Sicherheitsdefizit – der Rettungswagen war fast täglich zu hören…

– es gibt keine Taxis. Wenn es plötzlich anfängt zu regnen und man in Kühlungsborn Ost steht, gibt es keine Möglichkeit schnell und bequem „nach Hause“ gebracht zu werden.

– der Bäderexpress, der u.a. zwischen Kühlungsborn Ost und West pendelt ist wahnsinnig teuer (pro Station 60 Cent, bei 7 Stationen sind das für eine Fahrt pro Erwachsenem 4,20 Euro. Das ist Wucher! Auch fährt der Express nur alle 1/2 Stunde und mittags gar nicht (90 Minuten Pause!) Also eine klare Abzocke.

– die Geschäftsinhaber gehen zum Lachen in den Keller. Insbesondere in „Ollis Karre“ hab ich mich sehr unwohl gefühlt, man wird mit Argusaugen beobachtet und man kann erst ab höheren Beträgen mit Karte bezahlen. Zur Bargeldversorgung kommen wir jetzt!

– Eine mangelhafte Bargeldversorgung. Es gibt eine Raiffeisenbank mit Automat und eine Sparkasse. Wenn man Bankkunde der Cash-Group ist, hat man verloren. Der nächste Geldautomat der Cash-Group ist in Bad Doberan. Es gibt ein Lädchen gegenüber vom Edeka, die eine kleine Postfiliale (man muss halt Postbank-Kunde sein)  mitmachen. Dort kann es aber passieren, dass man nur 50 Euro ausbezahlt bekommt, weil die Kasse entsprechend leer ist… So ist es uns ergangen.

– wer mit dem Auto nach Kühlungsborn fährt muss auf der Hut vor den Bodenwelle sein, die sind schwer zu erkennen. Ach ja und es gibt nur wenige, dafür kostenpflichtige Parkplätze im Zentrum oder am Strand.

– nicht alle Restaurants sind auf einen mittäglichen Run auf Backfisch ausgelegt. Es passen dort nur 2 in die Pfanne, haha!

– noch mal zum Verkehr: Die Gehwege sind relativ eng.  In der Hochsaison ist nur schwerlich durchzukommen ohne auf die Strasse auszuweichen.

– es scheint etwas mit der Kanalisation nicht in Ordnung zu sein. Aus vielen Kanaldeckeln kommt Fäkaliengeruch. Wir haben uns schon einen Witz daraus gemacht und immer gesagt: Es riecht schon wieder nach Kühlungsborn. Einige Häuser sind auch noch nicht an die Kanalisation angeschlossen, zum Beispiel das Cafe Röntgen. Dort kommt dann ab und zu ein Saugwagen an der Promendae entlanggefahren und pumpt neben den speisenden Gästen die Kacke aus dem Tank. Pech für den , der sich gerade was Gutes tun wollte und sich ein hochpreisiges Stück Torte nebst einer Tasse Kaffee gönnt. Der Geruch ist bestialisch.

Der nächste Urlaub geht wieder ans Mittelmeer, nicht zuletzt wegen des zuverlässigeren, wärmeren Wetters.

Was Kühlungsborn besser machen müsste, damit ich wiederkomme:

– Fussduschen an den Strandabgängen

– Übersichtlichere und sicherere Verkehrsführung

– ein Geldautomat der Cash-Group (Postbank, Dresdner Bank, Commerzbanl, Postbank, Comdirectbank)

– die Sache mit der Kanalisation, würg.

Hier noch ein paar Bilder von Kühlungsborn:

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